Discussion:
Plagiat ersteigert - was nun?
(zu alt für eine Antwort)
Tobias
2003-10-22 08:49:48 UTC
Permalink
Hallo,
es geht um diese "Chanel"Brille, von der die Verkäuferin
nicht 100%ig sicher ist dass sie eine ist nachdem sie sie
geschenkt bekommen hat. Schön und gut. Ich hab sie
gestern bekommen - auf den ersten blick ein billiges
Imitat

(hab mir vor'n paar Monaten ein und dieselbe mit
transparenten Gläsern im Original im Geschäft gekauft..)
Ich bin dann auch draufgekommen, das das Foto genau SO
gemacht wurde, dass die Brille echt aussieht.
Ich weiss schwer zu erklären, aber is so. das schild in
der mitte is unscharf, dadurch sieht man nicht wie's
wirklich aussieht, die Hand über den Rahmen gehalten um
das fehlende Chanel Logo zu sehen, etc..


Hab der Verkäuferin jetzt geschrieben, dass ich sie gerne
umtauschen würde - die antwort war



@Hallo hugobossvienna,
@Also ich kenne mich mit Designer Brillen nicht aus
@(diese habe ich geschenkt bekommen)aber wenn ich es mit
@Sicherheit gewußt hätte wurde ich es nicht ab
@1,- Euro verkaufen. Vor allem stand in meiner Auktion,
@das ich nicht weiß ob das eine Originalbrille von
@Chanell ist..d.h. das es sich auch um ein Duplikat
@handeln kann. Es stand nicht das es eine Original
@Chanellbrille ist!!
@Ich würde Dir vorschlagen verkaufe sie über e-bay
@weiter, ich kann mir vorstellen, daß sie gut weggehen
@kann, weil das Geld brauche ich wirklich dringend!!
@Tut mir leid.
@
@xyz

5 Minuten später kam ein mail, mit dem Angebot ich könne
doch den anderen Bietern die Brille anbietern, sie
benötigt das Geld ganz dringend und anbei die
Mitgliedsnamen der anderen Bieter...


Wie soll ich jetzt am besten weiter vorgehen? Auf die
Ebay grundsätze und regeln verweisen, die es verbieten
eine zweideutige beschreibung (weiss nicht ob
original,..) anzugeben und auf mein Rückgaberecht pochen?

Oder wie oder was? Bitte um Hilfe...

http://cgi.ebay.de/aw-cgi/eBayISAPI.dll?ViewItemWithCategory&item=2858071752

sorry...link einfügen kann ich -noch- nicht - aber schon
mal guter anfang ;-)


danke

hugobossvienna
Wilm Erning
2003-10-22 09:08:46 UTC
Permalink
Moin!
Post by Tobias
es geht um diese "Chanel"Brille, von der die Verkäuferin
nicht 100%ig sicher ist dass sie eine ist nachdem sie sie
geschenkt bekommen hat. Schön und gut. Ich hab sie
gestern bekommen - auf den ersten blick ein billiges
Imitat
Alles weitere erübrigt sich wohl. Selber Schuld würde ich sagen, und
Du solltest die Euros unter Lebenserfahrung abbuchen.

Deutlicher auf eine Imitation hinzuweisen führt bei ebay sicher zum
canceln der Auktion, auch derartige werden oft beendet. Dennoch ist es
wohl Deine Schuld, wenn Du einen zweifelhaften Artikel ersteigerst,
darfst Du über den zweifelhaften Kauf nicht maulen.

Wilm
Norbert Kempinski
2003-10-22 15:00:09 UTC
Permalink
Post by Wilm Erning
Alles weitere erübrigt sich wohl. Selber Schuld würde ich sagen, und
Du solltest die Euros unter Lebenserfahrung abbuchen.
Sicherlich hätte man diesen Reinfall vermeiden können - aber unter
Erfahrung abbuchen würde ich die 60 Märker nicht.
Post by Wilm Erning
Deutlicher auf eine Imitation hinzuweisen führt bei ebay sicher zum
canceln der Auktion, auch derartige werden oft beendet.
Ja, aus gutem Grund. Hier herrscht ein seltsames Rechtsverständnis
vor. Wenn ich einen illegalen Artikel ausreichend beschreibe, darf er
auf einmal verkauft werden?
Post by Wilm Erning
Dennoch ist es
wohl Deine Schuld, wenn Du einen zweifelhaften Artikel ersteigerst,
darfst Du über den zweifelhaften Kauf nicht maulen.
Erst einmal hat der Verkäufer schuld. Es geht hier eben nicht mehr
darum, ob der Artikel ausreichend beschrieben war oder durch die
Ebay-AGB verboten war.

Die Verkäuferin hat ein Plagiat angeboten. Das ist illegal und
strafbar. Alles andere ist nicht mehr relevant.

Wie gesagt - mit Strafanzeige drohen. Wenn sie nicht einlenkt zum
Anwalt, der freut sich über ein paar schnell verdiente Märker. Oder
eben zur Polizei. Dann geht das an die Staatsanwaltschaft, das wird
für die Verkäuferin ebenfalls recht unangenehm.

Gruß
Norbert
grummich_frank
2003-10-23 13:53:51 UTC
Permalink
Wilm Erning
Post by Wilm Erning
Deutlicher auf eine Imitation hinzuweisen führt bei ebay sicher zum
canceln der Auktion, auch derartige werden oft beendet. Dennoch ist es
...und daher forwarde ich *jede* mir zufällig unterkommende
Blender-Auktion an ebay (auch wenn jetzt der immer Gleiche hier bestimt
schon schon wieder seine Laber-Textbaustein über netcops rauskramt
-) )

Frank
Christian Müller
2003-10-22 09:09:52 UTC
Permalink
Post by Tobias
Wie soll ich jetzt am besten weiter vorgehen? Auf die
Ebay grundsätze und regeln verweisen, die es verbieten
eine zweideutige beschreibung (weiss nicht ob
original,..) anzugeben und auf mein Rückgaberecht pochen?
Ich denke,daß du hier nicht viel Möglichkeiten hast.
In der Beschreibung stand, daß sie nicht weiß ob es ein Original ist,
was soll daran zweideutig sein?
Sie ist nicht verpflichtet einen Gutachter hinzuzuziehen.
Stefan Wende
2003-10-22 13:03:24 UTC
Permalink
Post by Christian Müller
Post by Tobias
Wie soll ich jetzt am besten weiter vorgehen? Auf die
Ebay grundsätze und regeln verweisen, die es verbieten
eine zweideutige beschreibung (weiss nicht ob
original,..) anzugeben und auf mein Rückgaberecht pochen?
Ich denke,daß du hier nicht viel Möglichkeiten hast.
In der Beschreibung stand, daß sie nicht weiß ob es ein Original ist,
was soll daran zweideutig sein?
Sie ist nicht verpflichtet einen Gutachter hinzuzuziehen.
Wenn aber, und so schient es lt. OP zu sein, auch für den Laien
offensichtlich ist dass es sich um eien Duplikat handeln muss, wird sie
mit der Ausrede nicht zwangsläufig durchkommen. Zumal sie ja wohl noch
das Foto entsprechend frisiert hat.

Ausserdem dürfte sie die Brille vermutlich gar nicht verkaufen, wenn sie
vermuten muss, dass es eine Kopie ist.
--
Stevie

Life's a road, not a destination
Harald Hengel
2003-10-22 13:21:29 UTC
Permalink
Post by Stefan Wende
Wenn aber, und so schient es lt. OP zu sein, auch für den Laien
offensichtlich ist dass es sich um eien Duplikat handeln muss, wird
sie mit der Ausrede nicht zwangsläufig durchkommen. Zumal sie ja wohl
noch das Foto entsprechend frisiert hat.
Woher kommt deine Weisheit, dass das Foto entsprechend frisiert ist?
Der OP hat ein Original und hätte die notwendige Fragen stellen können. Erst
im Nachhinein glaubt er zu erkennen, dass das Bild absichtlich so
aufgenommen worden ist, ein sehr schwaches Argument.
Post by Stefan Wende
Ausserdem dürfte sie die Brille vermutlich gar nicht verkaufen, wenn
sie vermuten muss, dass es eine Kopie ist.
Privat kann man ihr das nicht verbieten.

Harald
Rocco Dotschkal
2003-10-22 16:06:04 UTC
Permalink
Post by Harald Hengel
Privat kann man ihr das nicht verbieten.
§ 143 MarkenG unterscheidet zwischen privatem und gewerbsmässigem
Geschäftsverkehr nur in der Höhe der Strafe.

Rocco
grummich_frank
2003-10-22 16:43:52 UTC
Permalink
Harald Hengel schrieb in Nachricht ...
Post by Harald Hengel
Post by Stefan Wende
Wenn aber, und so schient es lt. OP zu sein, auch für den Laien
offensichtlich ist dass es sich um eien Duplikat handeln muss, wird
sie mit der Ausrede nicht zwangsläufig durchkommen. Zumal sie ja wohl
noch das Foto entsprechend frisiert hat.
Woher kommt deine Weisheit, dass das Foto entsprechend frisiert ist?
Der OP hat ein Original und hätte die notwendige Fragen stellen können. Erst
im Nachhinein glaubt er zu erkennen, dass das Bild absichtlich so
aufgenommen worden ist, ein sehr schwaches Argument.
Selbstverständlich nein. Lies das OP nochmal - offensichtlich wurde so
fotografiert, dass gerade eben die lächerlichste Stelle, die das Teil
schnell als Blender outet auf dem Foto nicht dargestellt.
Post by Harald Hengel
Post by Stefan Wende
Ausserdem dürfte sie die Brille vermutlich gar nicht verkaufen, wenn
sie vermuten muss, dass es eine Kopie ist.
Privat kann man ihr das nicht verbieten.
Bis jetzt nciht - ab jetzt schon. Sie ist gewarnt und muss dem
nachgehen, bevor sie ncoh so eine verkaufen will.
Stefan Wende
2003-10-23 08:06:46 UTC
Permalink
Post by grummich_frank
Harald Hengel schrieb in Nachricht ...
[...]
Post by grummich_frank
Post by Harald Hengel
Post by Stefan Wende
Ausserdem dürfte sie die Brille vermutlich gar nicht verkaufen, wenn
sie vermuten muss, dass es eine Kopie ist.
Privat kann man ihr das nicht verbieten.
Bis jetzt nciht - ab jetzt schon. Sie ist gewarnt und muss dem
nachgehen, bevor sie ncoh so eine verkaufen will.
Spätestens. Wenn die Fälschung so leicht erkennbar ist wie beschrieben,
oder ein Richter gar zu der Ansicht kommt, dass sie eine Täuschung
darüber versucht hat, ist sie jetzt schon dran.

Ich bin aber immer noch der Ansicht, das selbst ein "könnte eine
Fälschung sein" schon Probleme macht.
--
Stevie

Life's a road, not a destination
Stefan Wende
2003-10-23 08:03:28 UTC
Permalink
Post by Harald Hengel
Post by Stefan Wende
Wenn aber, und so schient es lt. OP zu sein, auch für den Laien
offensichtlich ist dass es sich um eien Duplikat handeln muss, wird
sie mit der Ausrede nicht zwangsläufig durchkommen. Zumal sie ja wohl
noch das Foto entsprechend frisiert hat.
Woher kommt deine Weisheit, dass das Foto entsprechend frisiert ist?
Der OP hat ein Original und hätte die notwendige Fragen stellen können. Erst
im Nachhinein glaubt er zu erkennen, dass das Bild absichtlich so
aufgenommen worden ist, ein sehr schwaches Argument.
Mehr als die Aussagen des OP habe ich nicht. Wenn die allerdings
zutreffen sollten, hat die Dame ein Problem.
Post by Harald Hengel
Post by Stefan Wende
Ausserdem dürfte sie die Brille vermutlich gar nicht verkaufen, wenn
sie vermuten muss, dass es eine Kopie ist.
Privat kann man ihr das nicht verbieten.
Darauf solltest du es besser nicht ankommen lassen. Es könnte sein, dass
der eine oder andere Richter diese Rechtsauffassung nicht teilt.
--
Stevie

Life's a road, not a destination
Tobias
2003-10-23 08:39:42 UTC
Permalink
Post by Harald Hengel
Woher kommt deine Weisheit, dass das Foto entsprechend frisiert ist?
Die Weisheit stammt daraus, dass die Verkäuferin wie schon erwähnt
teile der brille überdeckt hat die auf einen Blick die Originalität
ausschliessen
lassen (Fehlende Logos an den Seiten) bzw. das Logo in der Mitte der Brille
halbscharf im Bild..
Post by Harald Hengel
Der OP hat ein Original und hätte die notwendige Fragen stellen können. Erst
im Nachhinein glaubt er zu erkennen, dass das Bild absichtlich so
aufgenommen worden ist, ein sehr schwaches Argument.
Ein sehr schwaches, wenn auch ein Argument.Hätte ich nach der Originalität
gefragt wäre ein "kann sein , aber auch nicht" zurückgekommen.
Post by Harald Hengel
Ausserdem dürfte sie die Brille vermutlich gar nicht verkaufen, wenn
sie vermuten muss, dass es eine Kopie ist.
eben.
Volker Söhnitz
2003-10-22 09:24:02 UTC
Permalink
Post by Tobias
es geht um diese "Chanel"Brille, von der die Verkäuferin
nicht 100%ig sicher ist dass sie eine ist nachdem sie sie
geschenkt bekommen hat.
Schön. Damit ist die zugesicherte Eigenschaft, dass es sich um eine Brille
handelt, deren Herkunft und Hersteller möglicherweise Chanel ist -
möglicherweise aber auch nicht.
Post by Tobias
Schön und gut. Ich hab sie
gestern bekommen - auf den ersten blick ein billiges
Imitat
Das magst Du erkennen können - aber man kann kaum annehmen, dass dies auch
der durchschnittliche Privatverkäufer kann. (Ich könnte es z.B. sicher auch
nicht, da ich noch nie so eine Original-Brille gesehen habe.)
Post by Tobias
(hab mir vor'n paar Monaten ein und dieselbe mit
transparenten Gläsern im Original im Geschäft gekauft..)
Das hat die Verkäuferin aber möglicherweise nicht. ;-)
Post by Tobias
Wie soll ich jetzt am besten weiter vorgehen? Auf die
Ebay grundsätze und regeln verweisen, die es verbieten
eine zweideutige beschreibung (weiss nicht ob
original,..) anzugeben und auf mein Rückgaberecht pochen?
Ein Rückgaberecht sehe ich hier nicht. Selbst in dem Fall, in dem der
Verkäuferin ein Verstoß gegen die EBAY-AGB vorzuwerfen wäre, wäre dies für
den Inhalt des Kaufvertrages irrelevant.

Als "vielleicht Chanel-Brille" weiterverkaufen kannst Du übrigens auch
nicht, da Dir bekannt ist, dass es sich nicht um eine solche handelt.
Post by Tobias
Oder wie oder was? Bitte um Hilfe...
Der finanzielle Verlust hält sich in Grenzen - und für das daraus gelernte
ist der Betrag zu verschmerzen.

ciao
volker
--
_________________________________________________________
Volker Söhnitz, Bergstr. 25-27, 52062 Aachen, Deutschland
Fax +49241 404070 Fon +49241 38793 Mobil +49172 1518060
http://www.physiktips.de und http://www.volker-online.com
grummich_frank
2003-10-22 11:26:42 UTC
Permalink
Volker Söhnitz schrieb in Nachricht ...
Post by Volker Söhnitz
Post by Tobias
es geht um diese "Chanel"Brille, von der die Verkäuferin
nicht 100%ig sicher ist dass sie eine ist nachdem sie sie
geschenkt bekommen hat.
Schön. Damit ist die zugesicherte Eigenschaft, dass es sich um eine Brille
handelt, deren Herkunft und Hersteller möglicherweise Chanel ist -
möglicherweise aber auch nicht.
Der Verkauf vo Plagiaten ist legal?...seit wann?
Post by Volker Söhnitz
Post by Tobias
Wie soll ich jetzt am besten weiter vorgehen? Auf die
Ebay grundsätze und regeln verweisen, die es verbieten
eine zweideutige beschreibung (weiss nicht ob
original,..) anzugeben und auf mein Rückgaberecht pochen?
Ein Rückgaberecht sehe ich hier nicht. Selbst in dem Fall, in dem der
Verkäuferin ein Verstoß gegen die EBAY-AGB vorzuwerfen wäre, wäre dies für
den Inhalt des Kaufvertrages irrelevant.
Das ist ja nun nach wie vor streitbar, gell?
Post by Volker Söhnitz
Als "vielleicht Chanel-Brille" weiterverkaufen kannst Du übrigens auch
nicht, da Dir bekannt ist, dass es sich nicht um eine solche handelt.
ACK!...leider bzw gottseidank.
Allerdings - sie darf weder diese noch eine wietere als echte noch als
vielleicht-Chanel verkaufen, da sie nun hinreichend informiert ist um
sich schlauer machen zu m ü s s e n .
Du kannst sie allerdings evtl kancken bei dr Stelle , wo sie dir
empfiehlt, die Brille an andere Bieter zu verkaufen bzw an Zweitbieter.
Das ist eindeutig eine AUfforderung zu einer Straftat mE.

Vielleicht macht sie die Drohung mit den bei Dir noch vorhandenen
enstprechendne emails etwas geschmeidiger...

btw -
wenig gebraucht = runtergeschrubbt
Funktion nicht geprüft = kaputt (meist teuer oder garnicht reparabel)
weiss nicht ob orginal = flasch!
weiss nicht , ob komplett = es fehlt etwas (wesentliches)
für Sammler, Bastler, kann man sicher leicht wieder richten = gehört in
die TOnne (da hab ichs auch her...)

is nich schön, aber isso...leider.

Frank
Carsten Fritz
2003-10-22 12:31:05 UTC
Permalink
Post by grummich_frank
Du kannst sie allerdings evtl kancken bei dr Stelle , wo sie dir
empfiehlt, die Brille an andere Bieter zu verkaufen bzw an Zweitbieter.
Das ist eindeutig eine AUfforderung zu einer Straftat mE.
Kaum, denn nach Tobias' Zitat empfiehlt sie ja nicht, das Ding als
Chanel-Brille zu verkaufen.
Und selbst wenn es so eine Aufforderung wäre: IANAL, aber -- so what?

-- Carsten
grummich_frank
2003-10-22 12:49:42 UTC
Permalink
Carsten Fritz schrieb in Nachricht ...
Post by grummich_frank
Du kannst sie allerdings evtl kancken bei dr Stelle , wo sie dir
empfiehlt, die Brille an andere Bieter zu verkaufen bzw an
Zweitbieter.
Post by grummich_frank
Das ist eindeutig eine AUfforderung zu einer Straftat mE.
Kaum, denn nach Tobias' Zitat empfiehlt sie ja nicht, das Ding als
Chanel-Brille zu verkaufen.
Und selbst wenn es so eine Aufforderung wäre: IANAL, aber -- so what?

Ein Plagiat darfst Du wissentlich_überhaupt icht verkaufen, weder als
echt , noch als falsch.

Frank
Tobias
2003-10-22 13:07:25 UTC
Permalink
Post by grummich_frank
Ein Plagiat darfst Du wissentlich_überhaupt icht verkaufen, weder als
echt , noch als falsch.
Das denke ich auch...
Stefan Keller
2003-10-22 15:01:17 UTC
Permalink
Hi!
Post by grummich_frank
Ein Plagiat darfst Du wissentlich_überhaupt icht
verkaufen, weder als echt , noch als falsch.
Doch, aber:

Wenn es Patentrechte verletzt, dann darfst Du
mit dem Anbieten keine gewerblichen Zwecke
verfolgen. Mehr kann Dir ein Patentrechtsinhaber
nicht verbieten.

Nur soweit Du mit/beim Anbieten ein als Marke
geschütztes Zeichen im geschäftlichen Verkehr
ohne Zustimmung des Markeninhabers verwendest,
kann Dir das vom Kennzeichenrechtsinhaber
untersagt werden (außerdem kann er dann vom
Verkäufer die Vernichtung der gekennzeichneten
Waren verlangen).
Mehr kann Dir ein Markenrechtsinhaber nicht
untersagen.

(Ansonsten wären noch Geschmacksmuster-
rechte, Gebrauchsmusterschutz, evtl. Urheber-
rechte usw. zu beachten).

--
Stefan
Rocco Dotschkal
2003-10-22 16:06:05 UTC
Permalink
Post by Stefan Keller
Mehr kann Dir ein Markenrechtsinhaber nicht
untersagen.
Aber der Staatsanwalt: § 143 MarkenG

Rocco
grummich_frank
2003-10-22 16:50:44 UTC
Permalink
Rocco Dotschkal schrieb in Nachricht
Post by Rocco Dotschkal
Post by Stefan Keller
Mehr kann Dir ein Markenrechtsinhaber nicht
untersagen.
Aber der Staatsanwalt: § 143 MarkenG
...und du glaubst , das fruchtet diesmal irnkwas? ;-)

Frank
Stefan Keller
2003-10-23 11:59:47 UTC
Permalink
Hi!
Post by Rocco Dotschkal
Post by Stefan Keller
Mehr kann Dir ein Markenrechtsinhaber nicht
untersagen.
Aber der Staatsanwalt: § 143 MarkenG
Blödsinn - es können keine Handlungen wegen
Verstoß gegen ein (ausschließliches) Marken-
recht strafrechtlich verfolgt werden, wenn sie
der Markeninhaber selbst schon nicht verbieten
kann.

Erst WENN sie unter das Verbotsrecht des
Markeninhabers fallen, DANN können sie (auf
Antrag) auch strafrechtlich verfolgt werden (soweit
tatsächlich eine Strafbarkeit gegeben ist).

--
Stefan
grummich_frank
2003-10-22 16:48:34 UTC
Permalink
Stefan Keller schrieb in Nachricht ...
Hi!
Post by grummich_frank
Ein Plagiat darfst Du wissentlich_überhaupt icht
verkaufen, weder als echt , noch als falsch.
und wenn Du deine Bausteine noch hundertmal wiedrholst - sie werden
nicht richtiger.
Tatsache ist, dassdieser Brille wesentlich Eigenschaften gegenüber einem
Original fehlen...zugesicherte Bucheigenschaften, Ersatzteilversorgung,
UV-Garantien und nicht zuletzt der Wertunterschied.
Stefan Keller
2003-10-23 11:50:10 UTC
Permalink
Hi!
Post by grummich_frank
Post by grummich_frank
Ein Plagiat darfst Du wissentlich_überhaupt icht
verkaufen, weder als echt , noch als falsch.
und wenn Du deine Bausteine noch hundertmal
wiedrholst - sie werden nicht richtiger.
Vielleicht solltest Du mal das Gesetz lesen.
Post by grummich_frank
Tatsache ist, dassdieser Brille wesentlich Eigenschaften
gegenüber einem Original fehlen...zugesicherte
Bucheigenschaften, Ersatzteilversorgung,
UV-Garantien und nicht zuletzt der Wertunterschied.
Richtig!

Darauf kommt es aber nicht an. Denn daß eine mit
MARKE gekennzeichnete Ware eine Eigenschaft
xy NICHT hat, begründet noch keinen Nacherfüllungs-
anspruch des Käufers.

Das könnte nur auf solche Eigenschaften einer Ware
zutreffen, über die MARKE eine Angabe darstellt.

In der Verwendung einer Bezeichnng MARKE
für eine Ware liegt aber keine Angabe über ein
Merkmal derart bezeichneter Waren.

Und bekanntlich stellt ein fehlender (Markt-)"Wert" keinen
Sachmangel dar, aus dem ein Käufer Rechte her-
leiten könnte.

--
Stefan
Volker Söhnitz
2003-10-23 12:30:51 UTC
Permalink
Post by Stefan Keller
Und bekanntlich stellt ein fehlender (Markt-)"Wert" keinen
Sachmangel dar, aus dem ein Käufer Rechte her-
leiten könnte.
Wobei hier noch hinzu kommt, dass nicht einmal eine bestimmte Marke im
Angebot als zugesicherte Eigensschaft erkennbar ist.

ciao
volker
--
_________________________________________________________
Volker Söhnitz, Bergstr. 25-27, 52062 Aachen, Deutschland
Fax +49241 404070 Fon +49241 38793 Mobil +49172 1518060
http://www.physiktips.de und http://www.volker-online.com
grummich_frank
2003-10-23 12:42:17 UTC
Permalink
Volker Söhnitz schrieb in Nachricht ...
Post by Volker Söhnitz
Post by Stefan Keller
Und bekanntlich stellt ein fehlender (Markt-)"Wert" keinen
Sachmangel dar, aus dem ein Käufer Rechte her-
leiten könnte.
Wobei hier noch hinzu kommt, dass nicht einmal eine bestimmte Marke im
Angebot als zugesicherte Eigensschaft erkennbar ist.
...ich dachte als Chanel im Text / Überschrift gekennzeichnet?...reicht
dann doch
Volker Söhnitz
2003-10-23 12:52:10 UTC
Permalink
Post by grummich_frank
...ich dachte als Chanel im Text / Überschrift
gekennzeichnet?...reicht dann doch
Wohl kaum. Du kannst die Überschrift nicht losgelöst vom Text des Angebots
betrachten. Und da ist die Aussage der Art "vielleicht Chanel" kaum zu
übersehen.

ciao
volker
--
_________________________________________________________
Volker Söhnitz, Bergstr. 25-27, 52062 Aachen, Deutschland
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http://www.physiktips.de und http://www.volker-online.com
Volker Söhnitz
2003-10-22 13:12:18 UTC
Permalink
Post by grummich_frank
Der Verkauf vo Plagiaten ist legal?...seit wann?
Was soll daran illegal sein - außer wenn dem Käufer vorgetäuscht wird, es
handele sich um ein Original (was aber hier ja gerade nicht zugesichert
wurde)? Die Frage, ob der Verkäufer möglicherweise Rechte des
Originalherstellers verletzt (und von diesem dafür belangt werden könnte),
ist für das Verhältnis zwischen Verkäufer und Käufer irrelevant.
Post by grummich_frank
Post by Volker Söhnitz
Ein Rückgaberecht sehe ich hier nicht. Selbst in dem Fall, in dem der
Verkäuferin ein Verstoß gegen die EBAY-AGB vorzuwerfen wäre, wäre
dies für den Inhalt des Kaufvertrages irrelevant.
Das ist ja nun nach wie vor streitbar, gell?
<loriot>Ach?</loriot>
Post by grummich_frank
ACK!...leider bzw gottseidank.
Allerdings - sie darf weder diese noch eine wietere als echte noch als
vielleicht-Chanel verkaufen, da sie nun hinreichend informiert ist um
sich schlauer machen zu m ü s s e n .
Da stimme ich zu.
Post by grummich_frank
Du kannst sie allerdings evtl kancken bei dr Stelle , wo sie dir
empfiehlt, die Brille an andere Bieter zu verkaufen bzw an
Zweitbieter. Das ist eindeutig eine AUfforderung zu einer Straftat mE.
Erstens ist das keine Aufforderung zu einer Straftat, zweitens könnte der
Kaufer selbst dann, wenn es eine wäre, die Verkäuferin damit nicht nötigen,
die Brille zurückzunehmen. Jedenfalls nicht ohne sich damit selbst in die
Nesseln zu setzen.
Post by grummich_frank
Vielleicht macht sie die Drohung mit den bei Dir noch vorhandenen
enstprechendne emails etwas geschmeidiger...
Möglicherweise führt auch der Besuch des berühmten schwarzen Kleinbusses zu
einer erfolgreichen Wandlung... Aber wollen wir hier ernsthaft solche Tipps
geben?
Post by grummich_frank
wenig gebraucht = runtergeschrubbt
Funktion nicht geprüft = kaputt (meist teuer oder garnicht reparabel)
weiss nicht ob orginal = flasch!
weiss nicht , ob komplett = es fehlt etwas (wesentliches)
für Sammler, Bastler, kann man sicher leicht wieder richten = gehört
in die TOnne (da hab ichs auch her...)
is nich schön, aber isso...leider.
Zustimmung. Um das zu lernen sind die 30 Fragezeichen doch gut angelegt. ;-)

ciao
volker
--
_________________________________________________________
Volker Söhnitz, Bergstr. 25-27, 52062 Aachen, Deutschland
Fax +49241 404070 Fon +49241 38793 Mobil +49172 1518060
http://www.physiktips.de und http://www.volker-online.com
grummich_frank
2003-10-22 16:39:11 UTC
Permalink
Volker Söhnitz schrieb in Nachricht ...
Post by Volker Söhnitz
Post by grummich_frank
Der Verkauf vo Plagiaten ist legal?...seit wann?
Was soll daran illegal sein - außer wenn dem Käufer vorgetäuscht wird, es
handele sich um ein Original (was aber hier ja gerade nicht zugesichert
wurde)? Die Frage, ob der Verkäufer möglicherweise Rechte des
Originalherstellers verletzt (und von diesem dafür belangt werden könnte),
ist für das Verhältnis zwischen Verkäufer und Käufer irrelevant.
Nein - nicht unbedingt. Wenn ich a)Blender als Original verkaufe, so
ist sehr wohl der K betrogen, da er in Übereinkunft mit Vk und mit der
Absicht kaufte ein Original zu erwerben. Somit fehlt der Ware sllein
schon eine wesentliche Eigenschaft.

b) Nach schilderung des OP wurde allem Anschein nach absichtlich so
fotografiert, dass ein Kunde genau diese wesentlichen Unterschiede nicht
erkennen kann mehr. Da sehe ich die Vermutung bzgl der Täsuchungsabsicht
als erheblich gegeben, um nicht zu sage einigermasssen offensichtlich.
Post by Volker Söhnitz
Post by grummich_frank
Post by Volker Söhnitz
Ein Rückgaberecht sehe ich hier nicht. Selbst in dem Fall, in dem der
Verkäuferin ein Verstoß gegen die EBAY-AGB vorzuwerfen wäre, wäre
dies für den Inhalt des Kaufvertrages irrelevant.
Das ist ja nun nach wie vor streitbar, gell?
<loriot>Ach?</loriot>
Fangen wir doch bitte nicht wieder einen endlos-thread hier an zum Thema
"wie weit sind Ebay-AGB" Bestandteil des Kaufvertrages, bzw Teil meiner
Willenserklärung als K oder Vk zu sehen.- führt doch zu nichts.
Post by Volker Söhnitz
Post by grummich_frank
Du kannst sie allerdings evtl kancken bei dr Stelle , wo sie dir
empfiehlt, die Brille an andere Bieter zu verkaufen bzw an
Zweitbieter. Das ist eindeutig eine AUfforderung zu einer Straftat mE.
Erstens ist das keine Aufforderung zu einer Straftat, zweitens könnte der
Kaufer selbst dann, wenn es eine wäre, die Verkäuferin damit nicht nötigen,
die Brille zurückzunehmen. Jedenfalls nicht ohne sich damit selbst in die
Nesseln zu setzen.
Naja - ich würde es auf die Anzeige ggf ankommen lassen, wenn ich sauer
genug wäre.
Post by Volker Söhnitz
Möglicherweise führt auch der Besuch des berühmten schwarzen
Kleinbusses zu
Post by Volker Söhnitz
einer erfolgreichen Wandlung... Aber wollen wir hier ernsthaft solche Tipps
geben?
Ja :-) kennst ja meine Einstellung...wenn nix mehr geht gilt: Hmmaer
passend zur grösse des Nagels wählen.
Post by Volker Söhnitz
Post by grummich_frank
wenig gebraucht = runtergeschrubbt
Funktion nicht geprüft = kaputt (meist teuer oder garnicht reparabel)
weiss nicht ob orginal = flasch!
weiss nicht , ob komplett = es fehlt etwas (wesentliches)
für Sammler, Bastler, kann man sicher leicht wieder richten = gehört
in die TOnne (da hab ichs auch her...)
is nich schön, aber isso...leider.
Zustimmung. Um das zu lernen sind die 30 Fragezeichen doch gut
angelegt. ;-)
..oder: die Summe aller Reinfällen nennt man : Erfahrung
...wobei auch der Vk eine entsprchende Packung Ärger und Arbeit von
pädagogisch sinnvollem Nutzen geraten könnte [-)

Frank
Norbert Kempinski
2003-10-22 14:54:41 UTC
Permalink
Post by Volker Söhnitz
Schön. Damit ist die zugesicherte Eigenschaft, dass es sich um eine Brille
handelt, deren Herkunft und Hersteller möglicherweise Chanel ist -
möglicherweise aber auch nicht.
Ist aber nicht relevant. Laut Urheberrecht ist der Verkauf von
Plagiaten verboten. Ende. Aus. Die EBay-AGB spielen da ebenfalls nur
eine untergeordnete Rolle.
Post by Volker Söhnitz
Post by Tobias
Wie soll ich jetzt am besten weiter vorgehen? Auf die
Ebay grundsätze und regeln verweisen, die es verbieten
eine zweideutige beschreibung (weiss nicht ob
original,..) anzugeben und auf mein Rückgaberecht pochen?
Nein, auf Urheberrechtsgesetz pochen und mit Strafanzeige drohen. Es
ist egal, ob der Artikel der Beschreibung entsprech oder nicht. Fakt
ist, dass der Artikel nach deuteschen Recht nicht hätte verkauft
werden dürfen. Die Verkäuferin hat sich damit strafbar gemacht.

Wenn du so gnädig bist und auf eine Strafanzeige verzichtest, sollte
Sie dir wenigstens die 30 Euro zurückzahlen. Hier gibt's einen anderen
Fall, schicke ihr doch mal diesen Link:
https://www.123recht.net/forum_topic.asp?topic_id=7282
Und wenn sie dann nicht einlenkt, ab zum Anwalt. Das wird um einiges
teurer für sie. (Wobei immer noch unsicher ist, ob du dein Geld zurück
bekommst.)

Gruß
Norbert
Volker Söhnitz
2003-10-22 15:03:30 UTC
Permalink
Post by Norbert Kempinski
https://www.123recht.net/forum_topic.asp?topic_id=7282
Völlig andere Baustelle, da erstens das Plagiat als Original veräußert wurde
und zweitens die juristischen Konsequenzen nicht vom Käufer sondern vom
Rechteinhaber der Originalmarke ausgingen.
Post by Norbert Kempinski
Und wenn sie dann nicht einlenkt, ab zum Anwalt.
Gähn...

ciao
volker
--
_________________________________________________________
Volker Söhnitz, Bergstr. 25-27, 52062 Aachen, Deutschland
Fax +49241 404070 Fon +49241 38793 Mobil +49172 1518060
http://www.physiktips.de und http://www.volker-online.com
Norbert Kempinski
2003-10-22 21:53:56 UTC
Permalink
Post by Volker Söhnitz
Post by Norbert Kempinski
Und wenn sie dann nicht einlenkt, ab zum Anwalt.
Gähn...
Dein seltsames Rechtsverständnis hast du ja in diesem Thread bereits
ausreichend bewiesen.
Marken- oder Produktpiraterie ist strafbar. Diese Produkte dürfen in
Deutschland nicht verkauft werden. "Ich wusste es aber nicht" reicht
als Argument nicht aus, trägt allenfalls zur Strafminderung bei.

Aber du hast Recht: Anwalt ist unsicher, da kannst du auf den Kosten
sitzenbleiben. Besser sit die Polizei - Strafanzeigen nimmt die auch
entgegen. Und die Staatsanwaltschaft ermittelt kostenlos. Das einzige
Problem: Die Polizei wird die Brille als Beweisstück einkassieren ...
Volker Söhnitz
2003-10-23 12:34:21 UTC
Permalink
Post by Norbert Kempinski
Dein seltsames Rechtsverständnis hast du ja in diesem Thread bereits
ausreichend bewiesen.
Dein Rechtsverständnis kann aber auch nur bedingt als tauglich bezeichnet
werden - zumindest Deine unsinnige Argumentation mit dem Markengesetz zeigt
deutlich, dass Du nicht begriffen hast, dass wir hier nicht die Ansprüche
der Firma Chanel diskutieren, sondern die Ansprüche des OP. Der hat aber gar
keine solchen aus dem Markengesetz.

ciao
volker
--
_________________________________________________________
Volker Söhnitz, Bergstr. 25-27, 52062 Aachen, Deutschland
Fax +49241 404070 Fon +49241 38793 Mobil +49172 1518060
http://www.physiktips.de und http://www.volker-online.com
Rocco Dotschkal
2003-10-23 17:49:17 UTC
Permalink
Post by Volker Söhnitz
dass wir hier nicht die Ansprüche
der Firma Chanel diskutieren, sondern die Ansprüche des OP. Der hat aber gar
keine solchen aus dem Markengesetz.
Hallo Volker,

dieser Strang der Diskussion resultiert daraus, dass der Einwurf kam,
man könne, um die Verkäuferin zum Einlenken bewegen, mit einer Anzeige
drohen, worauf von anderen der Einwurf kam, das Gesetz würde hier
nicht ziehen. Dass die Brille und das Geld futsch sind ist klar, sind
es aber auch beim beharren der Verkäuferin, und so hätte sie auch was
davon.

Gruss, Rocco
Torsten Mueller-Kolar
2003-10-22 09:33:03 UTC
Permalink
Post by Tobias
Wie soll ich jetzt am besten weiter vorgehen?
Die Brille in die Vitrine stellen und ein Schild daneben:
"Ich biete nie nie wieder auf einen Artikel in dessen Beschreibung
"ich bin nicht sicher ob er echt ist" steht und erwarte dann ein
Original zum Spottpreis"

Torsten
Marco Sveda
2003-10-22 09:44:19 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller-Kolar
Post by Tobias
Wie soll ich jetzt am besten weiter vorgehen?
"Ich biete nie nie wieder auf einen Artikel in dessen Beschreibung
"ich bin nicht sicher ob er echt ist" steht und erwarte dann ein
Original zum Spottpreis"
Das gleiche gilt natürlich auch für "Fuktion kann ich nicht prüfen,
müsste aber gehen" oder "früher funktionierte er wunderbar" Auktionen.

Gruß Marco
Torsten Mueller-Kolar
2003-10-22 09:45:39 UTC
Permalink
Post by Marco Sveda
Das gleiche gilt natürlich auch für "Fuktion kann ich nicht prüfen,
müsste aber gehen" oder "früher funktionierte er wunderbar" Auktionen.
Soviel Platz ist nicht in der Vitrine ;-))
Aber das wäre mal eine Marktlücke: Ein Tageskalender mit
eBay-Sprüchen...

Torsten
Stefan Keller
2003-10-22 14:43:42 UTC
Permalink
Hi!
Post by Marco Sveda
Post by Torsten Mueller-Kolar
Post by Tobias
Wie soll ich jetzt am besten weiter vorgehen?
"Ich biete nie nie wieder auf einen Artikel in dessen Beschreibung
"ich bin nicht sicher ob er echt ist" steht und erwarte dann ein
Original zum Spottpreis"
Das gleiche gilt natürlich auch für "Fuktion kann ich nicht prüfen,
müsste aber gehen" oder "früher funktionierte er wunderbar"
Auktionen.
Nein - denn die Käuferrechte bei SACHmängeln werden
von solchen Formulierungen nicht berührt.

Wenn keine _fehlende_ Eignung zum gewöhnlichen Gebrauch
vereinbart ist (und das wird sie durch derartige Hinweise NICHT),
dann könnte der Käufer bei Lieferung einer defekten
"kann Funktion nicht prüfen"-Sache Nacherfüllung von
einem sachmängelhaftpflichtigen Verkäufer verlangen.

(Es sei denn, der Verkäufer kann sich auf einen wirksamen
Haftungsausschluß berufen).

Im Gegensatz dazu fehlt eines mit MARKE gekennzeichneten
Ware nicht deswegen eine Eigenschaft (=Sachmangel), weil ein
Inhaber von Kennzeichenrechten dem Verkäufer die gewerbliche
Verwendung der Kennzeichnung MARKE in Bezug (auch) auf
Waren wie die fragliche untersagen kann.

--
Stefan
Tobias
2003-10-22 11:08:29 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller-Kolar
"Ich biete nie nie wieder auf einen Artikel in dessen Beschreibung
"ich bin nicht sicher ob er echt ist" steht und erwarte dann ein
Original zum Spottpreis"
ja..das wird das beste werden ;-)
Ralf 'Garfield' Pysny
2003-10-22 09:44:33 UTC
Permalink
Post by Tobias
es geht um diese "Chanel"Brille, von der die Verkäuferin
nicht 100%ig sicher ist dass sie eine ist nachdem sie sie
geschenkt bekommen hat. Schön und gut. Ich hab sie
gestern bekommen - auf den ersten blick ein billiges
Imitat
Du scheinst den eBay-Jargon noch nicht ausreichend zu kennen. "bin nicht
100% sicher, daß es ein Original ist" bedeutet "ich habe hier ein nettes
Plagiat, wer soviel bietet wie auf ein Original, der hat halt Pech
gehabt."

Genauso wie "möglicherweise defekt" gleichbedeutend ist mit "ich
verkaufe Schrott, mit dem ein Bastler mit viel Glück noch was anfangen
kann."

Du wirst kaum eine Chance haben, gegen den Verkäufer vorzugehen.


Gruß, Garfield
--
/\./\
/ o u \ Ich bin hier nur der Kater...
\<=Y=>/
---oOO-/ " \-OOo---------------------------------------------------
Steffen Schmidt
2003-10-22 09:52:19 UTC
Permalink
Post by Tobias
es geht um diese "Chanel"Brille, von der die Verkäuferin
nicht 100%ig sicher ist dass sie eine ist nachdem sie sie
geschenkt bekommen hat. Schön und gut. Ich hab sie
gestern bekommen - auf den ersten blick ein billiges
Imitat
Nur rein aus Interesse ganz nebenbei: was kann eine "Chanel"-Brille,
was andere Brillen nicht können?
Marco Sveda
2003-10-22 10:36:27 UTC
Permalink
Post by Steffen Schmidt
Post by Tobias
es geht um diese "Chanel"Brille, von der die Verkäuferin
nicht 100%ig sicher ist dass sie eine ist nachdem sie sie
geschenkt bekommen hat. Schön und gut. Ich hab sie
gestern bekommen - auf den ersten blick ein billiges
Imitat
Nur rein aus Interesse ganz nebenbei: was kann eine "Chanel"-Brille,
was andere Brillen nicht können?
"Chanelisieren"

SCNR

Marco
Tobias
2003-10-22 11:10:35 UTC
Permalink
Post by Steffen Schmidt
Nur rein aus Interesse ganz nebenbei: was kann eine "Chanel"-Brille,
was andere Brillen nicht können?
Sie kann gefallen! Reicht das als Antwort? :-)
Norbert Kempinski
2003-10-22 15:12:41 UTC
Permalink
Post by Steffen Schmidt
Nur rein aus Interesse ganz nebenbei: was kann eine "Chanel"-Brille,
was andere Brillen nicht können?
Markenbrillen haben meist die bessere "Optik", soll heißen UV-Filter
usw. Gut, 40-60% des Kaufpresies kostes das kleine Chanel-Loge, aber
die Qualität ist üblicherweise doch höher.
Imitate sind getöntes Plastik und damit Dreck.
Steffen Schmidt
2003-10-22 15:36:00 UTC
Permalink
Post by Norbert Kempinski
Post by Steffen Schmidt
Nur rein aus Interesse ganz nebenbei: was kann eine "Chanel"-Brille,
was andere Brillen nicht können?
Markenbrillen haben meist die bessere "Optik", soll heißen UV-Filter
usw. Gut, 40-60% des Kaufpresies kostes das kleine Chanel-Loge, aber
die Qualität ist üblicherweise doch höher.
Oh, da bin ich wohl altmodisch, wenn ich für Sonnenbrillengläser zum
Optiker gehe. ;o)
Post by Norbert Kempinski
Imitate sind getöntes Plastik und damit Dreck.
Das weiß ich. Ich meinte auch nicht den (ideellen) Unterschied
zwischen Original und Imitat (was im vorliegenden Fall sogar
gefährlich sein kann), sondern allgemein der Wahn, es müsse bei
Produkten immer eine große Firma sein. Aber ich glaube, das führt
wieder zu einem Glaubenskrieg...
--
http://www.aigis.net
grummich_frank
2003-10-22 16:50:00 UTC
Permalink
Steffen Schmidt schrieb in Nachricht ...
Post by Steffen Schmidt
Post by Norbert Kempinski
Post by Steffen Schmidt
Nur rein aus Interesse ganz nebenbei: was kann eine "Chanel"-Brille,
was andere Brillen nicht können?
Markenbrillen haben meist die bessere "Optik", soll heißen UV-Filter
usw. Gut, 40-60% des Kaufpresies kostes das kleine Chanel-Loge, aber
die Qualität ist üblicherweise doch höher.
Oh, da bin ich wohl altmodisch, wenn ich für Sonnenbrillengläser zum
Optiker gehe. ;o)
Nö - da ist die Chanel - so du denn eine willst wenigstens echt ;-)

Frank
Steffen Schmidt
2003-10-22 17:06:00 UTC
Permalink
Post by grummich_frank
Post by Steffen Schmidt
Oh, da bin ich wohl altmodisch, wenn ich für Sonnenbrillengläser zum
Optiker gehe. ;o)
Nö - da ist die Chanel - so du denn eine willst wenigstens echt ;-)
Ja, aber auch dort wäre die Firma das Letzte, was mich zum Kauf reizen
würde.
--
http://www.aigis.net
Sven Klimmek
2003-10-22 12:38:40 UTC
Permalink
Post by Tobias
Hallo,
es geht um diese "Chanel"Brille, von der die Verkäuferin
nicht 100%ig sicher ist dass sie eine ist nachdem sie sie
geschenkt bekommen hat. Schön und gut. Ich hab sie
gestern bekommen - auf den ersten blick ein billiges
Imitat
Folgender Versuch:
Melde den Vorfall ebay, die canceln den Artikel vielleicht noch im
nachhinein und geben ihr die passende Begründung dafür...
Du müßtest dann eine Mail erhalten, in der dir ebay mitteilt, daß du vom
Kauf der Ware zurücktreten solltest.
Denn Produktpiraterie & Hehlerei damit steht in Deutschland unter Strafe und
nichts anderes liegt hier wohl vor.
Letztendlich könntest du sogar Ebay und/oder die VK deswegen verklagen.
Auf keinen Fall selbst einstellen oder an den 2. Bieter verkaufen.

Vorher unbedingt mal die Seite abspeichern, damit du ggf. gerichtlich gegen
den VK vorgehen kannst, falls dieser nicht urplötzlich nicht der Rücknahme
einverstanden ist.

Ansonsten sei gesagt, daß solche Angaben "nicht 100% sicher" zu fast 100%
immer bedeuten das was faul ist.
Selbst bei einem "Geschenk" weiß man doch sicher woher der Hase weht, ob
derjenige im Geld schwimmt und es sich leisten kann oder ob er sich blamiert
und Fälschungen verschenkt. Vielleicht war es ja ihr Mann selbst im letzten
Spanienurlaub am Strand und hat ihr von einem fliegenden Händler für ca. 5,-
EUR die Brille geschenkt.
Eventuell hat sie auch die Brille vom Flohmarkt und war sich selbst nicht
sicher, aber um Ärger mit den Behörden zu vermeiden sollte sie die Brille
schnellstens zurücknehmen...

Was ich nicht verstehe ist, du hast sie positiv bewertet obwohl du die
Fälschung gleich erkannt hast. Das leuchtet mir nun auch nicht ein.

Ein Hinweis für die Verkäuferin, daß die Meinungen hier in der NG deutlich
sind, das du hier über den Tisch gezogen wurdest würde ihr sicher auch
zeigen, daß es so nun nicht geht...

Viele Grüße
Sven
Volker Söhnitz
2003-10-22 13:19:29 UTC
Permalink
Post by Sven Klimmek
Melde den Vorfall ebay, die canceln den Artikel vielleicht noch im
nachhinein und geben ihr die passende Begründung dafür...
Halte ich für unwahrscheinlich - aber mal angenommen, sie täten es.
Post by Sven Klimmek
Du müßtest dann eine Mail erhalten, in der dir ebay mitteilt, daß du
vom Kauf der Ware zurücktreten solltest.
Denn Produktpiraterie & Hehlerei damit steht in Deutschland unter
Strafe und nichts anderes liegt hier wohl vor.
Völliger Unsinn! Sofern Du mit einer Suchmaschine umgehen kannst, solltest
Du Dir dringend rudimentäre Kenntnisse über "Produktpiraterie" und
"Hehlerei" zulegen. Und dann mach Dich mal kundig, welche Möglichkeiten EBAY
hat, um Verträge zwischne Dritten nachträglich zu ändern.
Post by Sven Klimmek
Letztendlich könntest du sogar Ebay und/oder die VK deswegen
verklagen.
ROTFL. Vor einem Gericht auf Tuvalu?
Post by Sven Klimmek
Vorher unbedingt mal die Seite abspeichern, damit du ggf. gerichtlich
gegen den VK vorgehen kannst, falls dieser nicht urplötzlich nicht
der Rücknahme einverstanden ist.
Dann lass uns nicht dumm sterben. Auf welcher Grundlage würdest Du denn als
Käufer vorgehen wollen?
Post by Sven Klimmek
Ein Hinweis für die Verkäuferin, daß die Meinungen hier in der NG
deutlich sind, das du hier über den Tisch gezogen wurdest würde ihr
sicher auch zeigen, daß es so nun nicht geht...
Doch, es geht so. Man mag es nicht nett finden; man mag auch vermuten, dass
die Verkäuferin sich über die Herkunft der Brille im klaren war - und
letztlich kann man es für verwerflich halten, auf EBAY nach Dummen zu
fischen. Aber juristisch ist da für den Verkäufer nix drin.

ciao
volker
--
_________________________________________________________
Volker Söhnitz, Bergstr. 25-27, 52062 Aachen, Deutschland
Fax +49241 404070 Fon +49241 38793 Mobil +49172 1518060
http://www.physiktips.de und http://www.volker-online.com
Sven Klimmek
2003-10-22 17:06:51 UTC
Permalink
Post by Volker Söhnitz
Post by Sven Klimmek
Melde den Vorfall ebay, die canceln den Artikel vielleicht noch im
nachhinein und geben ihr die passende Begründung dafür...
Halte ich für unwahrscheinlich - aber mal angenommen, sie täten es.
So ist es mir sogar mal bei einer Auktion ergangen, die nicht den ebay ABG
entsprach.
Diese wurde nach einem Sofortkauf gecancelt und der Käufer trat vom Kauf
zurück, dabei hätte er genau das bekommen was auch beschrieben war (eine
FSK 18 DVD)
Nur weil sie nicht den ebay AGB entsprach wollte er diese nicht mehr,
versteh ich zwar bis heute nicht aber so warŽs...
Post by Volker Söhnitz
Post by Sven Klimmek
Du müßtest dann eine Mail erhalten, in der dir ebay mitteilt, daß du
vom Kauf der Ware zurücktreten solltest.
Denn Produktpiraterie & Hehlerei damit steht in Deutschland unter
Strafe und nichts anderes liegt hier wohl vor.
Völliger Unsinn! Sofern Du mit einer Suchmaschine umgehen kannst, solltest
Du Dir dringend rudimentäre Kenntnisse über "Produktpiraterie" und
"Hehlerei" zulegen. Und dann mach Dich mal kundig, welche Möglichkeiten EBAY
hat, um Verträge zwischne Dritten nachträglich zu ändern.
Nun gut, hab vielleicht etwas dick aufgetragen , denn sie stellt diese ja
nicht her und scheint auch keine Diebesware zu verkaufen...

aber mal ein Auszug aus einer ebay Mail nur weil vergessen wurde
hinzuschreiben, daß es ein Original ist.

---schnipp---
Nach den eBay AGB ist es verboten Artikel anzubieten, die Markenrechte
verletzen. Wenn Markenartikel angeboten werden und die
Angebotsbeschreibungen nicht klar erkennen lassen, ob es sich um Originale
oder um lizensierte Replikate handelt, wenn also berechtigete Zweifel an der
Rechtmaessigkeit der angebotenen Ware bestehen, werden derartige Angebote
gegebenenfalls von uns abgebrochen, da eBay sonst eventuellen
Haftungsanspruechen ausgesetzt waere.

Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass das Anbieten von Replikaten in aller
Regel eine Verletzung von Marken- und Namensrechten der entsprechenden
Firmen darstellt. Die betroffenen Firmen verfolgen solche Rechtsverletzungen
mit besonderem Nachdruck.

Sollte der Abbruch dieser Angebote aus Ihrer Sicht unbegruendet sein, so
moechten wir Sie fuer unser Handeln um Verstaendnis bitten. Bitte starten
Sie in diesem Falle Ihre Angebote neu und machen Sie bitte eindeutig
kenntlich, dass Sie originale Ware anbieten und fuer die Echtheit
garantieren. Um Missverstaendnisse zu vermeiden, moechten Wir Sie bitten
Abkuerzungen zu vermeiden.
---schnipp---
Post by Volker Söhnitz
Post by Sven Klimmek
Letztendlich könntest du sogar Ebay und/oder die VK deswegen verklagen.
ROTFL. Vor einem Gericht auf Tuvalu?
Findet ebay wohl auch nicht so zum lachen, sonst würden die sowas ja nicht
schreiben und die Platform wäre überfüllt mir solcher Ware auch wenn diese
als Fälschung gekennzeichnet wäre...
Post by Volker Söhnitz
Post by Sven Klimmek
Vorher unbedingt mal die Seite abspeichern, damit du ggf. gerichtlich
gegen den VK vorgehen kannst, falls dieser nicht urplötzlich nicht
der Rücknahme einverstanden ist.
Dann lass uns nicht dumm sterben. Auf welcher Grundlage würdest Du denn als
Käufer vorgehen wollen?
Dazu würde ich sicher meinen Anwalt fragen...
Aber im ernst verklagen kann ich doch erstmal jeden, egal wie es ausgehen
wird.
Da der Verdacht der Täuschung/Betrug u.s.w. vorliegt dürfte es wohl nicht so
schwer werden und wenn man ggf. die Anzeige in mehreren Punkten so dick
aufträgt wie ich im 1. Posting. Kommt sicher auch die Beschlagnahmung des
Computers des Verkäufers in betracht und das wäre für jeden unangenehm...
Post by Volker Söhnitz
Post by Sven Klimmek
Ein Hinweis für die Verkäuferin, daß die Meinungen hier in der NG
deutlich sind, das du hier über den Tisch gezogen wurdest würde ihr
sicher auch zeigen, daß es so nun nicht geht...
Doch, es geht so. Man mag es nicht nett finden; man mag auch vermuten, dass
die Verkäuferin sich über die Herkunft der Brille im klaren war - und
letztlich kann man es für verwerflich halten, auf EBAY nach Dummen zu
fischen. Aber juristisch ist da für den Verkäufer nix drin.
Ich bin kein Anwalt, wollte auch nie einer werden, aber dem geprellten
Käufer nur ein paar Tipps geben um vielleicht den VK zum einlenken zu
bewegen.
Denn mehr als, da hast du halt Pech gehabt und ca.35,- EUR Leergeld bezahlt
kam hier am Anfang des Threads noch nicht raus...
Der VKin muß aber deutlich gemacht werden, das sie Mist gebaut hat und das
man das so nicht auf sich sitzen lassen will. Sonst hätte er sicher nicht
hier nachgefragt.

Viele Grüße
Sven
grummich_frank
2003-10-22 21:04:20 UTC
Permalink
Sven Klimmek
Post by Sven Klimmek
Nur weil sie nicht den ebay AGB entsprach wollte er diese nicht mehr,
versteh ich zwar bis heute nicht aber so war´s...
Ich habe unterschrieben/angeklickt, dass ich sämtliche meine Geschäfte
in EInklang mti de mEbay-AGB auf deren Plattform
abwickle...ausschliesslich.Als K und als Vk.
Joachim A. Netz
2003-10-22 21:36:45 UTC
Permalink
Post by Volker Söhnitz
Post by Sven Klimmek
Du müßtest dann eine Mail erhalten, in der dir ebay mitteilt, daß du
vom Kauf der Ware zurücktreten solltest.
Denn Produktpiraterie & Hehlerei damit steht in Deutschland unter
Strafe und nichts anderes liegt hier wohl vor.
Völliger Unsinn! Sofern Du mit einer Suchmaschine umgehen kannst, solltest
Du Dir dringend rudimentäre Kenntnisse über "Produktpiraterie" und
"Hehlerei" zulegen. Und dann mach Dich mal kundig, welche Möglichkeiten EBAY
hat, um Verträge zwischne Dritten nachträglich zu ändern.
Wenn es sich um das Plagiat eines Markenartikels handelt ist es in D.
strafbar.
--
Post by Volker Söhnitz
Ich brachte gestern eine Büchersendung zur Post, die 1004g wog. Mit
der Dame von der Post liess sich nicht verhandeln. Hat jmd. nen Tipp?
Habe ein Buch mal beim Backen mit in den Ofen gelegt. Es war danach
58 Gramm leichter. Es handelte sich um "Delphi 6" von E.Warken. [daea]
Harald Hengel
2003-10-22 13:17:01 UTC
Permalink
Post by Tobias
Hallo,
es geht um diese "Chanel"Brille, von der die Verkäuferin
nicht 100%ig sicher ist dass sie eine ist nachdem sie sie
geschenkt bekommen hat. Schön und gut. Ich hab sie
gestern bekommen - auf den ersten blick ein billiges
Imitat
Warum hast du eigentlich etwas anderes erwartet?

Harald
grummich_frank
2003-10-22 16:40:17 UTC
Permalink
Harald Hengel schrieb in Nachricht ...
Post by Harald Hengel
Post by Tobias
Hallo,
es geht um diese "Chanel"Brille, von der die Verkäuferin
nicht 100%ig sicher ist dass sie eine ist nachdem sie sie
geschenkt bekommen hat. Schön und gut. Ich hab sie
gestern bekommen - auf den ersten blick ein billiges
Imitat
Warum hast du eigentlich etwas anderes erwartet?
Weil er halt noch glaubte , es gäbe nicht nur Abzocker und Bescheisser,
Harald
Tobias
2003-10-23 08:56:09 UTC
Permalink
Post by grummich_frank
Weil er halt noch glaubte , es gäbe nicht nur Abzocker und Bescheisser,
Harald
dito
Wolfgang Krietsch
2003-10-23 20:11:16 UTC
Permalink
Post by Harald Hengel
Warum hast du eigentlich etwas anderes erwartet?
Wegen "Gier frißt Hirn", is doch klar.

Bye

woffi
--
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Martin Schoenbeck
2003-10-22 14:10:06 UTC
Permalink
Hallo Tobias,
Post by Tobias
Wie soll ich jetzt am besten weiter vorgehen? Auf die
Ebay grundsätze und regeln verweisen, die es verbieten
eine zweideutige beschreibung (weiss nicht ob
original,..) anzugeben und auf mein Rückgaberecht pochen?
Ein Rückgaberecht hast Du ja nicht. Du könntest nur vom Vertrag
zurücktreten, zum eine, wenn die Verkäuferin gewerblich gehandelt hat,
zum anderen, wenn Du Dich im Irrtum über eine wesentliche Beschaffenheit
der Ware befunden hast. Ob letzteres der Fall ist, ist zumindest mal
zweifelhaft, aber denkbar. Im letzteren Fall müßtest Du der Verkäuferin
den entstandenen Schaden ersetzen, wenn sie Deinen Irrtum nicht kannte
oder hätte kennen müssen. Vielleicht ist das ein Weg, wenn an der
gesamten Brille nirgends ein Chanellogo ist, und (wie Du schreibst) die
Stelle, an der es hätte sitzen müssen, von der Verkäuferin im Foto
abgedeckt wurde. Dann konntest Du (vielleicht) annehmen, daß an der
Stelle das Logo sitzt, und sie mußte auf jeden Fall wissen, daß eine
Brille ganz ohne Logo keine Original ist. Aber IBKA, frag, wenn es sich
lohnt, einen solchen.

Gruß Martin
--
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html
Walter Löpsinger
2003-10-22 18:07:17 UTC
Permalink
vom Vertrag zurücktreten, (...) wenn Du Dich im Irrtum
über eine wesentliche Beschaffenheit der Ware befunden hast.
Im letzteren Fall müßtest Du der Verkäuferin den
entstandenen Schaden ersetzen,
Genau, Brille zurückgeben, und statt Kaufpreis nun denselben
Betrag als Schadensersatz bei der VK lassen (ggf. abzüglich
1 Euro als tatsächlichen Wert der ja nun bekannt ist).

Irgendwie eine netter Lösung...
Martin Schoenbeck
2003-10-23 11:09:51 UTC
Permalink
Hallo Walter,
Post by Walter Löpsinger
vom Vertrag zurücktreten, (...) wenn Du Dich im Irrtum
über eine wesentliche Beschaffenheit der Ware befunden hast.
Im letzteren Fall müßtest Du der Verkäuferin den
entstandenen Schaden ersetzen,
Genau, Brille zurückgeben, und statt Kaufpreis nun denselben
Betrag als Schadensersatz bei der VK lassen (ggf. abzüglich
1 Euro als tatsächlichen Wert der ja nun bekannt ist).
Du zitierst doch ein wenig verkürzend. Aber vermutlich hast Du nicht
einmal zuende gelesen.

Gruß Martin
--
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html
Norbert Kempinski
2003-10-22 22:35:03 UTC
Permalink
Post by Martin Schoenbeck
Ein Rückgaberecht hast Du ja nicht.
Nein, hast du nicht. Sobald der Fall aktenkundig wird, wird die Brille
eingezogen. Was hängt ihr euch an irgendwelchen eschaffenheiten und
Kaufverträgen auf? Der Verkauf der Brille war illegal. Es ist egal, ob
die Verkäuferin darüber im Bilde war, dass es ein Plagiat ist. (Dass
sie es zumindest vermutet hat, kann man ja der Artikelbeschreibung
entnehmen.)
Geldstrafe oder bis zu 3 Jahre Haft sagt § 143 MarkenG.
http://www.markengesetz.de/paragraphen/143.htm
Post by Martin Schoenbeck
Du könntest nur vom Vertrag
zurücktreten, zum eine, wenn die Verkäuferin gewerblich gehandelt hat,
Geldstrafe oder bis zu 5 Jahre Haft - der gleiche Paragraph.
Post by Martin Schoenbeck
der Ware befunden hast. Ob letzteres der Fall ist, ist zumindest mal
zweifelhaft, aber denkbar. Im letzteren Fall müßtest Du der Verkäuferin
den entstandenen Schaden ersetzen,
Völliger Blödsinn ...
Es geht hier um Produktpiraterie. Schadenersatz kann zunächst einmal
die Firma Chanel geltend machen. Und zwar bei der Verkäuferin.
Ob der Käufer dann sein Geld zurückbekommt, ist allerdings
zweifelhaft.


Gruß
Norbert
Martin Schoenbeck
2003-10-23 11:59:21 UTC
Permalink
Hallo Norbert,
Post by Norbert Kempinski
Post by Martin Schoenbeck
der Ware befunden hast. Ob letzteres der Fall ist, ist zumindest mal
zweifelhaft, aber denkbar. Im letzteren Fall müßtest Du der Verkäuferin
den entstandenen Schaden ersetzen,
Völliger Blödsinn ...
Du bist ja k3w1 drauf. Vielleicht läßt Du den Satz mal in seinem
Zusammenhang stehen und schneidest auch nicht einfach wesentliche Teile
ab.
Post by Norbert Kempinski
Es geht hier um Produktpiraterie.
Tut es das? Ich hatte ihn nicht so verstanden, daß er im Interesse der
Firma Chanel unterwegs ist, sondern in seinem eigenen.
Post by Norbert Kempinski
Schadenersatz kann zunächst einmal
die Firma Chanel geltend machen.
Und? Was hat das mit dem Schadenersatz zu tun, den die Verkäuferin von
ihm mMn _nicht_ bekommt?

Gruß Martin
--
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html
Stefan Keller
2003-10-23 19:38:50 UTC
Permalink
Hi!
Post by Norbert Kempinski
Sobald der Fall aktenkundig wird, wird die Brille
eingezogen.
Blödsinn. Der Käufer ist rechtmäßiger Eigentümer,
§ 433 BGB.
Post by Norbert Kempinski
Was hängt ihr euch an irgendwelchen eschaffenheiten und
Kaufverträgen auf? Der Verkauf der Brille war illegal.
Der Erwerb einer unter Verwendung eines Kennzeichens
angebotenen / in den Verkehr gebrachten Sache ist nichts,
was der Genehmigung des Kennzeicheninhabers bedürfte.

Vielleicht solltest Du Dich mal darüber erkundigen, daß
der Käufer einer Sache AUCH DANN deren recht-
mäßiger Eigentümer wird, wenn der Verkäufer dabei ein
Zeichen verwendet hat, dessen Benutzung im geschäftlichen
Verkehr für Sachen wie die verkaufte ihm der Inhaber eines
Kennzeichenrechts untersagen kann, und mit dessen
ungenehmigter Verwendung er sich möglicherweise sogar
strafbar macht.
Post by Norbert Kempinski
Es ist egal, ob
die Verkäuferin darüber im Bilde war, dass es ein Plagiat ist. (Dass
sie es zumindest vermutet hat, kann man ja der Artikelbeschreibung
entnehmen.)
Geldstrafe oder bis zu 3 Jahre Haft sagt § 143 MarkenG.
http://www.markengesetz.de/paragraphen/143.htm
Ja und? Das berührt doch nicht die Rechte des Käufers
aus dem rechtsgültigen Kaufvertrag.
Post by Norbert Kempinski
Du könntest nur vom Vertrag zurücktreten, zum eine,
wenn die Verkäuferin gewerblich gehandelt hat,
Geldstrafe oder bis zu 5 Jahre Haft - der gleiche Paragraph.
Dies hat mit den Rechten des Käufers gegenüber
dem Käufer ebenfalls nichts zu tun.
Post by Norbert Kempinski
der Ware befunden hast. Ob letzteres der Fall ist, ist
zumindest mal zweifelhaft, aber denkbar. Im letzteren Fall
müßtest Du der Verkäuferin den entstandenen Schaden ersetzen,
Völliger Blödsinn ...
Es geht hier um Produktpiraterie.
Für das Verhältnis Verkäufer-Käufer spielt das Verhältnis
Rechteinhaber-Verkäufer zunächst keine Rolle.
Post by Norbert Kempinski
Schadenersatz kann zunächst einmal die Firma Chanel
geltend machen. Und zwar bei der Verkäuferin.
Richtig! Und Chanel kann sogar die Vernichtung der
in ihrem Besitz oder Eigentum befindlichen, widerrechtlich
gekennzeichneten Brillen verlangen, § 18 MarkenG.
Post by Norbert Kempinski
Ob der Käufer dann sein Geld zurückbekommt, ist
allerdings zweifelhaft.
Möglicherweise könnte der Käufer wegen eines
Rechtsmangels der Kaufsache vom Vertrag zurück-
treten. Ob eine Brille allerdings einen Rechtsmangel
hat, wenn ihrem Eigentümer die Benutzung eines Zeichens
für diese Brille im geschäftlichen Verkehr unter-
sagt werden könnte?

--
Stefan
Joachim A. Netz
2003-10-22 21:36:44 UTC
Permalink
Weise darauf hin, dass der Verkauf von Markenplagiaten in Deutschland
verboten ist und fordere dein Geld zurück, fertig. Wir haben hier in
Hamburg ein Zollmuseum, wo viele solcher Stücke gezeigt werden. Ist
kostenlos und nur 5min von der City, sollte man mal besuchen. ;)

Nächstes Mal nicht blöde sein und auf so 'nen (harmlos tuenden)
Betrüger (ja, denn es war mit Sicherheit Absicht) reinzufallen.
--
Ich brachte gestern eine Büchersendung zur Post, die 1004g wog. Mit
der Dame von der Post liess sich nicht verhandeln. Hat jmd. nen Tipp?
Habe ein Buch mal beim Backen mit in den Ofen gelegt. Es war danach
58 Gramm leichter. Es handelte sich um "Delphi 6" von E.Warken. [daea]
Norbert Kempinski
2003-10-22 23:04:13 UTC
Permalink
Post by Joachim A. Netz
Weise darauf hin, dass der Verkauf von Markenplagiaten in Deutschland
verboten ist und fordere dein Geld zurück, fertig.
Endlich mal jemand, der sich nicht mir irgendwelchen
Artikelbeschreibungen, Ebay-AGB und Kaufverträgen aufhält.
Post by Joachim A. Netz
Nächstes Mal nicht blöde sein und auf so 'nen (harmlos tuenden)
Betrüger (ja, denn es war mit Sicherheit Absicht) reinzufallen.
Full ACK :-)
Stefan Keller
2003-10-23 19:45:53 UTC
Permalink
Hi!
Post by Norbert Kempinski
Post by Joachim A. Netz
Weise darauf hin, dass der Verkauf von Markenplagiaten
in Deutschland verboten ist und fordere dein Geld zurück, fertig.
Endlich mal jemand, der sich nicht mir irgendwelchen
Artikelbeschreibungen, Ebay-AGB und Kaufverträgen aufhält.
Einem Käufer gewährt das Gesetz nicht schon dann Rechte,
wenn der sie für sich reklamiert und besonders laut verkündet,
daß ihn eine fehlende Rechtsgrundlage nicht interessiert :-)

--
Stefan
Dieter Heller
2003-10-24 08:01:11 UTC
Permalink
Post by Stefan Keller
Einem Käufer gewährt das Gesetz nicht schon dann Rechte,
wenn der sie für sich reklamiert und besonders laut verkündet,
daß ihn eine fehlende Rechtsgrundlage nicht interessiert :-)
Aber sicher, kommt auf das Gesetz an, mal was von
Faustrecht gehoert? :-)
Post by Stefan Keller
Post by Norbert Kempinski
Sobald der Fall aktenkundig wird, wird die Brille
eingezogen.
Blödsinn. Der Käufer ist rechtmäßiger Eigentümer,
§ 433 BGB.
Paragr. zitieren, wie du es gerne machst, ist kontraproduktiv,
da dir scheinbar Wissen in der Jurisprudenz fehlt.

Vermutung ON
Erstsemester
Vermutung OFF
grummich_frank
2003-10-24 11:04:37 UTC
Permalink
Dieter Heller
Post by Dieter Heller
Post by Stefan Keller
Blödsinn. Der Käufer ist rechtmäßiger Eigentümer,
§ 433 BGB.
Paragr. zitieren, wie du es gerne machst, ist kontraproduktiv,
da dir scheinbar Wissen in der Jurisprudenz fehlt.
Vermutung ON
Erstsemester
Vermutung OFF
Nö....der da seine Textbausteine, die er schon länger streut....

Frank

Tobias
2003-10-23 08:58:30 UTC
Permalink
Ich werd hier mal in bälde
n paar fotos der original brille
und der imitat brille reinstelln
sollte das weiterhelfen!
lg
grummich_frank
2003-10-23 09:18:12 UTC
Permalink
Tobias schrieb in Nachricht ...
Post by Tobias
Ich werd hier mal in bälde
n paar fotos der original brille
und der imitat brille reinstelln
sollte das weiterhelfen!
Ähhhh - keine Bilder direkt hier, aber ein link dazu wäre schon gut ;-)

Frank
Tobias
2003-10-23 09:57:30 UTC
Permalink
Post by grummich_frank
Ähhhh - keine Bilder direkt hier, aber ein link dazu wäre schon gut ;-)
ja..das war mir schon klar, danke :-)
Elmo Schreiber
2003-10-23 12:17:11 UTC
Permalink
Post by Tobias
(hab mir vor'n paar Monaten ein und dieselbe mit
transparenten Gläsern im Original im Geschäft gekauft..)
Ähem... gibt es etwa auch Brillen mit nicht-transparenten Gläsern?
Für die direkte Beobachtung von thermonuklearen Explosionen?

Elmo
Wolfgang Krietsch
2003-10-23 20:07:27 UTC
Permalink
Post by Tobias
Wie soll ich jetzt am besten weiter vorgehen? Auf die
Ebay grundsätze und regeln verweisen, die es verbieten
eine zweideutige beschreibung (weiss nicht ob
original,..) anzugeben und auf mein Rückgaberecht pochen?
Die Beschreibung ist nicht zweidutig - da steht ganz klar, dass sie sich
nicht sicher ist. Du hast halt gehofft, für wenig Geld eine teure Brille zu
bekommen, bist dabei auf die gierige Nase gefallen und weinst jetzt zu
Unrecht rum, weil Dein "Plan" nicht funktioniert hat.

IMHO kannst Du nichts anderes tun als sie positiv zu bewerten und mit der
Brille zu machen, was immer Du für richtig hältst. Bei dem Text musstest DU
ganz einfach damit rechnen, ein PLagiat zu erhalten.

Bye

woffi
--
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